Christian around the world

Reisetagebuch

„Ich bin wieder hier, in meinem Revier…“

Ein Lied von Westernhagen beschreibt das Ende meiner Reise.
Ich bin zurück in Berlin, zurück in meiner Wohnung, zurück in der Realität. Erst unterwegs habe ich sehr schmerzhaft gelernt, wie sehr mir diese Reise bedeutet und wie wichtig es ist,
seinem Alltag mal für eine gewisse Zeit den Rücken zu kehren und neue Dinge kennen zu lernen und neue Erfahrungen zu machen. Ich habe eine Menge sehr netter Menschen getroffen, von denen ich einige auch sicher wiedersehen werde. Ich habe
wahnsinnig viel gesehen, was sehr toll war, mir aber auch die Chance genommen hat, längere
Abschnitte mit Leuten zusammen zu reisen. Bei meiner nächsten Tour werde ich das anders machen. Eine weitere wichtige Erkenntnis ist die Tatsache, dass ich mit der Hälfte meiner
Klamotten ausgekommen wäre. Hinterher ist man immer schlauer…
Das Reisen alleine hat mir überhaupt nichts ausgemacht, im Gegenteil. Die Flexibilität und die Notwendigkeit, auf Leute zuzugehen, waren nur vorteilhaft. Natürlich ist es schön, wenn man Erlebnisse mit jemandem unmittelbar teilen kann. Aber man kann eine solche Reise auch alleine geniessen, wie Ihr, verehrte Leser, ja auch anhand meiner Fotos und Reiseberichte lesen konntet.

Dies war erst der Anfang. Die Lust zum Reisen, auch zum Backpacken, ist ungebremst. Das nächste Ziel habe ich schon vor Augen, dafür muss aber erstmal ein wenig gearbeitet werden!

Vielen Dank für all Eure Emails und Kommentare auf dieser Seite! Ich habe mich über
jede/n einzelne/n sehr gefreut.

Bis bald, Euer Christian

April 26, 2007 Verfasst von chrisatw | Berlin, trip | | 1 Kommentar

Blick von „The Peak“


Blick von „The Peak“

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Neue Fotos!

April 26, 2007 Verfasst von chrisatw | Fotos, Hong Kong, trip | | Noch keine Kommentare

Central, Hong Kong Island


Central, Hong Kong IslandOriginally uploaded by chris.clarus.

April 26, 2007 Verfasst von chrisatw | Fotos, Hong Kong, trip | | Noch keine Kommentare

Hong Kong

Kulturschock – das trifft es relativ gut. Nach mehr als zwei Monaten in Ländern, die eindeutlich westlicher Prägung sind, ist Hong Kong ganz anders. Eine riesige Stadt mit rund 7,5 Mio. Einwohnern und Hochhäusern, so weit das Auge reicht. Ich habe so etwas erwartet, dennoch waren die ersten Eindrücke frappierend. Zum einen ist die Stadt derart voll und laut (das war ich aus Australien und Neuseeland nicht gewöhnt…), zum anderen stellt sich so langsam auch die Gewissheit ein, dass meine Reise so langsam zu Ende geht.

In Hong Kong habe ich sehr komfortabel gewohnt. Philip, der mich 5 Tage lang in seinem
Appartment in Mid-Levels (Central, Hong Kong Island) beherbergte und mich in ein paar Geheimnisse der Stadt einweihte, arbeitet für eine große deutsche Firma in Hong
Kong. Somit kam ich in den Luxus von Internet, einem gepflegten Bad und einer sauberen
Wohnung. Doch nicht nur das - es war schön, nach doch einiger Zeit wieder ein bekanntes
Gesicht zu sehen und eine persönliche Unterhaltung zu führen.

Ich habe versucht, mir einen guten Überblick zu verschaffen, bin durch den Central Business
District gelaufen, habe die Fähre nach Kowloon genommen, habe dort Märkte und Museen
besucht und habe die berühmte Zahnradbahn auf den “Peak“ genommen, von wo man aus
einen phantastischen Ausblick auf die Stadt und den Hafen hat. Für einen Tag bin ich dann
mit einem chinesischen Touristenvisum nach Shenzhen gefahren, um dort einzukaufen, was
sich echt gelohnt hat. Dank Philip wußte ich um die Preise und konnte somit feilschen wie auf
einem Basar, was richtig Laune gemacht hat.
Nachmittags und abends haben Philip und ich dann die verschiedenen regionalen Spezialitäten
in Form von Restaurants getestet. Wir waren indisch, japanisch, chinesisch, thai, malayisch
und was weiß ich noch essen, was in Hong Kong zu Kampfpreisen hervorragend geht. Die nächtliche Skyline haben wir ebenso wenig ausgelassen wie den Besuch beim traditionellen Pferderennen, wo wir uns vom Wettfieber haben anstecken lassen haben. Ich habe sogar gewonnen und konnte zumindest unser Bier, den Eintritt und all unsere Wetteinsätze wieder rausholen…

Die Tage in Hong Kong waren sehr schön, gefüllt mit beindruckenden Momentaufnahmen der
Stadt und mit vielen Unterhaltungen und Gesprächen, die ich in der Art lange nicht geführt habe.
An dieser Stelle gebührt Dir, Philip, nochmals ein ganz großes Dankeschön!
Dank der sensationellen Infrastruktur konnte ich mein Gepäck dann direkt im Stadtzentrum
einchecken, bevor ich mit diesen sehr modernen U-Bahnen und Zügen,
in denen ich ausnahmslos alle um mindestens einen Kopf Körperlänge überragte, zurück zu
einem Flughafen mit überraschend kurzen Laufwegen gefahren bin.

Der Rückflug war dank zweier unaufhörlich heulender Kleinkinder ein Riesenspaß, insbesondere
weil er 13 Stunden gedauert hat. In London war ich sie aber zum Glück dann los…

April 26, 2007 Verfasst von chrisatw | Hong Kong, trip | | Noch keine Kommentare

Hong Kong


Hong Kong

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Hong Kong – der letzte Stop meiner Reise!

Hong Kong – my final stop!

April 19, 2007 Verfasst von chrisatw | Fotos, Hong Kong, trip | | 1 Kommentar

Australien – No Worries, mate!

Fast 1,5 Monate habe ich nun Australien bereist – und dabei reichlich Kilometer zurueck gelegt. Von Melbourne nach Sydney, von da nach Proserpine an der Whitsunday-Coast. Nach einem tollen Segeltoern bin ich nach Rainbow-Beach gefahren, war auf Fraser Island. Noosa im Norden von Brisbane war toll zum entspannen, bevor ich von Brisbane nach Cairns geflogen bin. Dort habe ich von Port Douglas aus eine super Schnorchel-Tour gemacht und bin zum Cape Tribulation gefahren. Cairns war auch der Abflughafen nach Perth, von wo aus ich bis hoch nach Exmouth gefahren bin.

Australien ist ein traumhaftes Land, die unendlichen Weiten und die an vielen Orten noch recht unberuehrte Natur sind faszinierend. Die Leute sind sehr freundlich und nett, jeder hat das uebliche „G’Day, mate“ oder das „No Worries“ auf den Lippen. Die touristische Infrastruktur ist sensationell, neben Neuseeland habe ich noch kein Land dieser Welt gesehen, dass sich so einfach und auch durchaus guenstig bereisen laesst. Auch das Wetter hat so gut wie immer mitgespielt. Ich eine Menge toller und netter Leute kennengelernt, wobei das alleine Reisen auch durchaus seine Schattenseiten haben kann. Die positivien ueberwiegen aber eindeutig, so dass ich so etwas jederzeit wieder machen wuerde! Jetzt freue ich mich auf Hong Kong und ein bekanntes Gesicht!

April 17, 2007 Verfasst von chrisatw | Australien, trip | | Noch keine Kommentare

Sunset Overland Roadhouse, Western Australia

April 17, 2007 Verfasst von chrisatw | Australien, Fotos, trip | | Noch keine Kommentare

Perth, Western Australia


Perth, Western Australia

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April 17, 2007 Verfasst von chrisatw | Australien, Fotos, trip | | Noch keine Kommentare

Perth to Exmouth

Nach einigen Tagen Perth ging es dann am Ostermontag los – eine Tour mit Western Exposure in einem kleinen Bus nach Exmouth. Das sind in sieben Tagen rund 3600 km… Wir waren 18 Leute, zwischen 19 und 32, und hatten eine sehr intensive Woche, die erst vor ein paar Stunden zu Ende gegangen ist. wir sind natuerlich nicht in einem Stueck da hoch gefahren, sondern haben unterwegs immer wieder gehalten und haben uns Dinge angeschaut und in verschiedenen Orten uebernachtet.

Tag 1: Am ersten Tag sind wir bis nach Kalbarri gefahren, mitten im Kalbarri National Park. Auf dem Weg dorthin haben wir in der Pinnacle Desert halt gemacht, wo unzaehlige, jahrtausende alte seltsame Steinformationen aus dem Sand wachsen. Faszinierend. Zudem waren wir „sand boarding“, was richtig Laune gemacht hat. Mit Snowboard aehnlichen Boards sind wir eine riesige Sandduene runter gefahren. Den Sand habe ich heute noch aus meinen Klamotten geschuettelt.

Tag 2: Im Kalbarri National Park haben wir eine spektakulaere Schlucht durchwandert und haben uns „Natures Window“ angesehen, einer runden Felsformation, von wo aus man einen faszinierenden Blick auf die Landschaft bekommen hat. Das war super schoen, allerdings nahmen auch mit jedem Kilometer, den wir nach Norden fuhren, die laesitgen Fliegen zu, die um uns herum schwirrten und die uns eine Woche lang auf die Nerven gehen sollten. Zudem wurde es kontinuierlich waermer. Abends sind wir dann in Denham gewesen, wo wir einen tollen Sonnenuntergang ueber dem Indischen Ozean gesehen haben, bevor wir in einer heissen Quelle spaetabends noch baden waren. Der Sternenhimmel war sensationell, dass Wasser hatte fast 40 Grad und wir haben das alles genossen.

Tag 3: Morgens sind wir ins nahe Monkey Mia gefahren und haben zugesehen, wie die Delphine in die Bucht kamen, um sich fuettern zu lassen. Wir standen im Wasser und die Flipper schwammen keine drei Meter vor unseren Beinen herum… Den Rest des Vormittags haben wir mit Baden und Beachvolleyball verbracht, bevor wir uns auf eine aetzend lange Fahrt nach Coral Bay gemacht haben. Als es dunkel wurde, kamen auch die Tiere raus, hauptsaechlich Kangaroos, die zu dutzenden am Strassenrand zu sehen waren, auch wilde Kuehe und Schafe. Dazu gab es leider auch eine Menge Roadkills. Wer die Anatomie eines Kangaroos studieren will, muss nur mal einige hundert Kilometer im australischen Outback unterwegs sein. Man sieht die Wallabies in jedem Verwesungszustand. Dazu sei aber auchgesagt, dass die massiven Roadtrains, Lastwagen mit einer Laenge bis zu 50m, nicht fuer Tiere bremsen. Die brettern auch durch eine Kuhherde, die die Strasse ueberquert, ohne Ruecksicht auf Verluste.

Tag 4: Coral Bay hat eine schone Bucht mit ganz seichtem und klarem Wasser. Den Vormittag sind wir am Strand gewesen, bevor wir am Nachmittag mit einigen eine Bootstour gemacht haben, um einerseits am Ningaloo-Reef zu schnorcheln und andererseits Schildkroeten zu sehen. Letztere haben wir aber leider nur vom Boot aus gesehen, trotzdem sind das faszinierende Tiere. Wir sind am spaeten Nachmittag dann noch nach Exmouth gefahren, was aber nicht ganz soweit weg war. So langsam war ich die Fahrerei auch satt, da ich den Beifahrersitz neben unserem Guide Chris hatte und kontinuierlich als DJ taetig sein musste. Nach einigen tausend Kilometern gehen einem aber so langsam die Ideen aus…

Tag 5: Der Tag war dem Wasser vorbehalten. Nach dem Besuch eines Leuchtturms haben wir einen kurzen Schnorchelgang gemacht, bevor wir in der Turquoise Bay einen sensationellen „drift dive“ gemacht haben. Wir sind eine Weile gelaufen, bevor ins Wasser sind, und die Stroemung hat uns dann entlang des Ningaloo-Reefs zurueck zu unserem Strand getrieben. Das Riff ist toll, viel unberuehrter als das Great Barrier Reef. Neben einem Rochen und einem Riff-Hai sind wir dann vollends belohnt worden: eine grosse Schildkroete erlaubte uns, rund 10min mit ihr zusammen zu schwimmen, was echt toll war! Das war ein unglaubliches Erlebnis auf das ich gewartet hatte. Der Hai war auch super, die sind aber nicht gefaehrlich. Leider waren in Strandnaehe sehr viele Feuerquallen, so dass das zurueckschwimmen eine Tortur war… Dennoch ein toller Tag, der zum Abend hin mit einem kurzen Abstecher zu einer Schlucht und einem naechtlichen Strandbesuch abgerundet wurde!

Tag 6: Leider hiess es am Samstag wieder abfahren und viele Stunden im Bus. Einen Stopp haben wir in der Hutt River Province halt gemacht. Die Hutt River Province ist das zweitgroesste Land Australiens und wird seiner koenglichen Hoheit Prince Leonard und seiner Frau Princess Shirley seit fast 35 Jahren regiert. Das ist kein Witz. Durch das Studium alter Gesetze hat es der mittlerweile ueber 80 Jahre alte Fuchs geschafft, sich tatsaechlich von Australien abzuspalten, keine Steuern zu zahlen und sogar von dem ein oder anderen Staat anerkannt zu werden. Die Province ist ungefaehr so gross wie Hong Kong, hat aber nur ca. 50 Einwohner. Die Nachfolge ist unter seinen Soehnen natuerlich geregelt. Den Stempel im Pass habe ich mir natuerlich nicht entgehen lassen. Wir haben dann auf einer Farm mit Bungalows uebernachtet und uns abends das Folkfestival in Northampton gegeben, wo allerdings nur 30 Leute oder so waren…

Tag 7: Heute war der letzte Tag im Bus, wir sind noch zu einer Wildlife-Aufzuchtstation gefahren, wo man neben Schlangen sprechende Papgageien, Kangaroos, Dingos und ein Krokodil sehen konnte. Allerdings leider nicht frei lebend. Von da sind  wir dann im ersten Regen  seit Wochen  in Perth angekommen, wo ich noch meine Sachen umgepackt (vielmehr eingepackt) habe und mit zweien meiner Mitreisenden was Essen war.

April 17, 2007 Verfasst von chrisatw | Australien, trip | | Noch keine Kommentare

Perth, Western Australia

Am 5. April kam ich in Perth an, nach einem 5 1/2 stuendigen Flug aus Brisbane. Fuer unsere Verhaeltnisse ist das unglaublich, man fliegt so lange und ist noch immer im gleichen Land. Zu Western Australia sollte man wissen, dass Perth seine Hauptstadt ist und mit seinen rund 1,3 Mio. Einwohnern die abgelegenste Metropole der welt ist. Der Flug nach Singapur ist kuerzer als der nach Sydney, die naechste relevante groessere Stadt ist Adelaide in fast 4000 km Entfernung. West Australia, das Territorium, ist so gross wie Indien, hat aber insgesamt nur ca. 1,6 Mio. Einwohner. Indien hat mehr als eine Milliarde…
Perth ist eine schoene Stadt, sie hat aber im Vergleich zu Sydney und Melbourne einen eher provinziellen Charakter, trotz der glaesernen Hochhaeuser und seiner Wasserlage. Das Zentrum konzentriert sich auf einige wenige Blocks, ein paar schoene Parks runden das positive Bild ab. Dabei stechen natuerlich die Lage am Swan-River und der King’s Park hervor, der einen tollen Blick auf die Stadt bietet. Ich habe alles zu Fuss erkundet, was kein Problem war. Mein Backpacker ist das Emperor’s Crown in Northbridge, einem Teil von Perth mit vielen Pubs und Restaurants, allerdings ist der Backpacker erstaunlich ruhig und sauber. Kueche und Aufenthaltsraeume sind absolut in Ordnung, sogar die Computer!!! Auch wenn ich meine Kamera schon wieder nicht anschliessen kann (mangels Steckdosen)…

Ausser Perth habe ich mir noch Fremantle angeschaut, was die Aussies nur „Freo“ nennen. Da sliegt ungefaehr 30min suedlich von Perth und hat ein wenig Vorstadtcharakter. Freo liegt aber direkt am Meer und hat absolut Charme, mit Hafen, Markthalle und vielen Cafes und Restaurants. Am Wochenende ist hier die Hoelle los, da halb Perth hier rausfaehrt. Mit dem Western Australian Museum habe ich es sogar geschafft, ein wenig „Kultur“ einzubauen!    

April 15, 2007 Verfasst von chrisatw | Australien, trip | | 1 Kommentar